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KWiN-Information: Grüngutannahme in Binau endet am 23. Mai

icon.crdate05.05.2026

Die Grüngutannahme in Binau endet am 23. Mai aufgrund der planmäßigen und gesetzlich vorgeschriebenen Stilllegung der Deponie.

KWiN-Information: Grüngutannahme in Binau endet am 23. Mai aufgrund der planmäßigen Stilllegung der Deponie

Binau. Im Zuge des Abschlusses der Deponie Binau in den Gewannen Bodenfeld und Limberg muss der der Betrieb der dort eingerichteten Grüngutannahmestelle ab dem 23. Mai dauerhaft enden. Für Bürgerinnen und Bürger stehen künftig die Grüngutplätze in Lohrbach und – je nach Wohnlage – auch in Obrigheim am BKWO als Alternativen zur Verfügung. Nach dem 23. Mai sind in Binau keine Anlieferungen mehr möglich. Die Kreislaufwirtschaft Neckar-Odenwald (KWiN) weist darauf hin, dass illegale Ablagerungen konsequent zur Anzeige gebracht werden.

Abschluss eines langjährigen Entsorgungsstandorts
Der Deponiestandort in Binau wird seit den 1960er Jahren für die geordnete Ablagerung von Abfällen und Materialien aus Bau- und Infrastrukturmaßnahmen genutzt. Nach verschiedenen Nutzungsphasen – zunächst als Ablagerungsfläche für kommunale Abfälle, später als Boden- und Bauschuttdeponie und zuletzt als DK-0,5-Deponie für unbelasteten Bodenaushub – ist die genehmigte Kapazität nun erreicht. Die Anlage muss daher planmäßig stillgelegt werden.

Grüngutplatz muss im Zuge der Rekultivierung weichen
Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Stilllegung muss der Deponiekörper vollständig mit einer Rekultivierungsschicht abgedeckt werden. Da die bestehende Grüngutannahmestelle auf dem Deponiekörper liegt und der Rückbau des Platzes Teil der erforderlichen Genehmigung ist, kann der Grüngutplatz am bisherigen Standort nicht erhalten werden.

Alternativen im Umfeld gut erreichbar
Für die Bürgerinnen und Bürger aus Binau stehen weiterhin die Grüngutplätze in der Umgebung zur Verfügung. „Besonders der Standort in Lohrbach wird bereits heute stark genutzt und soll zukünftig eine zentrale Rolle in der Region einnehmen“, so Sebastian Damm, Vorstand der KWiN. Daher liefen hier derzeit bereits die Planungen für eine umfassende Modernisierung und Neugestaltung, so Damm.

Der Grüngutplatz in Lohrbach ist ganzjährig von Montag bis Samstag zwischen 7 und 19 Uhr – ausschließlich bei Tageslicht – geöffnet.

Die Sommer-Öffnungszeiten des Grüngutplatzes in Obrigheim beim BKWO sind:
Mittwoch 16 - 19 Uhr und Samstag 10 - 16 Uhr.

Planmäßige Stilllegung der Deponie
Mit dem Erreichen der Kapazitätsgrenzen ist die Deponie Binau in die Stilllegungsphase eingetreten. Die entsprechende Anzeige wurde bereits beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht. Die Nachsorge erfolgt nach den Vorgaben der Deponieverordnung (DepV) und dient insbesondere dem langfristigen Schutz von Umwelt und Grundwasser. Die fachliche Verantwortung für den Abschluss der Deponie liegt bei der KWiN. Die Gemeinde Binau trägt als Betreiber die Kosten, die bereits während der Betriebszeit durch Rückstellungen abgesichert wurden.

Rekultivierung läuft bereits
Aktuell wird auf dem Deponiekörper die Rekultivierungsschicht aufgebracht. Diese Schutzschicht dient insbesondere der Ausbildung eines funktionsfähigen Pflanzenstandorts, schützt die darunterliegenden Abdichtungselemente vor Erosion und Witterungseinflüssen, unterstützt durch Speicherung und Verdunstung von Niederschlagswasser einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und trägt damit wesentlich zum langfristigen Schutz der Deponie sowie von Boden und Grundwasser bei.

Kostenersparnis durch regionale Boden-Verfügbarkeit
Für die Rekultivierung darf ausschließlich geeignetes, unbelastetes Bodenmaterial mit bestimmten Anforderungen an Wasserhaltefähigkeit und Durchwurzelbarkeit verwendet werden. Die Umsetzung dieser Auflagen wird durch das Regierungspräsidium Karlsruhe eng begleitet.

Die Gemeinde Binau bedauert das Ende des Grüngutplatzes ausdrücklich, sieht aber auch einen besonderen Vorteil, der sich derzeit durch eine Baumaßnahme in Haßmersheim ergibt: Das dort anfallende Bodenmaterial entspricht genau den Anforderungen und kann direkt und auf kurzen Wegen in Binau eingebaut werden. Dadurch kann die Rekultivierung kosteneffizient und ressourcenschonend umgesetzt werden.

Waldweg zur Burgruine

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